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Bundesweite save-me-Aktion am 2.10.

Seit knapp zwei Jahren gibt es nun die Kampagne „save me - Flüchtlinge aufnehmen!" 40 Städte in ganz Deutschland nehmen bislang daran teil und 14 davon haben bereits einen positiven kommunalen Beschluss bezüglich der Neuaufnahme von Flüchtlingen erreicht. Insgesamt 4.781 Menschen unterstützen dieses Anliegen aktiv mit ihrer Person und ihrem Namen. Das macht Hoffnung und zeigt deutlich: die Menschen vor Ort, in den Städten und Gemeinden, sind weit mutiger und offener als sich das die Berliner Politik vorzustellen wagt. Es ist also höchste Zeit dieses deutliche Signal für einen großzügigen und humanen Umgang mit Flüchtlingen in die Bundespolitik zu tragen!

Deshalb werden wir am Donnerstag den 1. Oktober 2009 vor dem Berliner Hauptbahnhof eine eindrucksvolle Installation errichten - die deutlich machen soll: Viele Menschen in Deutschland sind zur Aufnahme von hilfsbedürftigen Flüchtlingen bereit! Für jede Unterstützerin und jeden  Unterstützer wollen wir symbolisch einen Rettungsring auslegen und so vor dem Berliner Hauptbahnhof ein Zeichen für eine Wende in der Flüchtlingspoljitik setzen. Das wären dann 4.781 Symbole für einen Neuanfang in der Flüchtlingspolitik!

Mit großen, gelben Ortsschildern wollen wir außerdem zeigen, welche Städte sich schon angeschlossen haben und zur Flüchtlingsaufnahme bereit sind. Zudem soll eine stattliche Anzahl von Schlauchbooten auf die unzähligen Flüchtlingsdramen hinweisen, die sich tagtäglich an Europas Grenzen abspielen. Außerdem wird es einen Autokorso, bestehend aus etwa zehn Autos, geben. Mit Rettungsbooten auf den Dächern werden sie im Berliner Innenstadtverkehr zusätzlich auf unser Anliegen und die Aktion hinweisen. Ziel des Ganzen ist, in Berlin ein deutliches Zeichen zu setzen und eine möglichst breite Berichterstattung zu erzielen

 

Dafür brauchen wir Ihre und Eure Hilfe!:

Weil uns klar ist, dass nicht alle Unterstützerinnen und Unterstützer nach Berlin kommen können, wollen wir durch unsere Rettungsringinstallation stellvertretend Präsenz zeigen und das Anliegen somit visuell nach Berlin tragen.

Was wir brauchen:

Wir brauchen also 4.781 Rettungsringe! Der billigste Rettungsring, den wir finden konnten, (aufblasbar, ca. 25 cm Durchmesser) kostet etwa 2,50 Euro. Sie können unsere gemeinsame Aktion also bereits mit einer Minispende unterstützen. Wer aber etwas mehr spenden kann, der/die finanziert automatisch gleich ein paar weitere Rettungsringe (15 € = 6 Rettungsringe usw.). Die Rettungsringe stehen übrigens nach unserer Berliner Aktion selbstredend den lokalen save me Kampagnen für eigene Aktionen zur Verfügung. Sie können spenden an:

Pro Asyl, Konto 8047300, BLZ 37020500, bei der Bank für Sozialwirtschaft
Verwendungszweck „save me" - oder spenden Sie online hier.



Oder haben Sie vielleicht einen Rettungsring oder ein Schlauchboot im Keller? Natürlich können auch eigene Rettungsring oder Schlauchboot beigesteuert werden. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an uns unter:

info@save-me-kampagne.de

Haben Sie am ersten Oktober Zeit und Lust die Aktion mitzugestalten? Dann wenden Sie sich bitte auch direkt an:

info@save-me-kampagne.de

Wir brauchen jede und jeden!

 

Die Uhr tickt

Wir haben jetzt noch genau einen Monat Zeit! Bitte unterstützen Sie uns! Leiten Sie diesen Aufruf an FreundInnen weiter, machen Sie Werbung für unser Anliegen und kommen Sie nach Berlin! Wir werden unter www.save-me-kampagne.de einen „Rettungsringzähler" einrichten um Sie über die Entwicklung unserer Aktion auf dem Laufenden zu halten! 

Auf eine erfolgreiche Aktion!

 

 

save me - Flüchtlinge aufnehmen!

Ein breites Bündnis von PRO ASYL mit dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR), Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Menschenrechts- und Flüchtlingsorganisationen fordert, dass Deutschland jedes Jahr ein Kontingent an Flüchtlingen aus den Erstzufluchtsstaaten aufnimmt und integriert.

Warum?

Kriege, politische Krisen oder andere existenzielle Nöte zwingen jedes Jahr viele tausend Menschen zur Flucht. Einen sicheren Staat, der eine neue Lebensperspektive bietet, können die wenigsten Flüchtlinge erreichen. Viele wollen langfristig zurück ins Herkunftsland, doch eine Rückkehr ist oft auf unabsehbare Zeit unmöglich. Ohne eine Perspektive auf ein menschenwürdiges Leben sitzen viele Flüchtlinge jahrelang in eigentlich provisorischen Lagern fest.

Wir fordern, Flüchtlinge aus den schwierigen Verhältnissen in den Erstaufnahmestaaten heraus nach Deutschland zu holen. Seit vielen Jahren stellen Staaten wie die USA, Kanada, Schweden, Dänemark oder die Niederlande jährliche Quoten für eine solche Aufnahme von Flüchtlingen, "Resettlement" genannt, bereit. Deutschland ist bislang noch kein Resettlementstaat. Dennoch hat auch die Bundesrepublik im Laufe ihrer Geschichte mehrfach auch große Gruppen von Flüchtlingen aufgenommen, wenn auch teilweise unter problematischen Bedingungen. Ende der 1970er Jahre fanden zum Beispiel 26.000 vietnamesische Boatpeople dauerhaft Sicherheit Aufnahme in Deutschland, 1999 wurden vorübergehend 10.000 Frauen und Kinder aus dem Kosovo ausgeflogen und nach Deutschland gebracht.

Deutschland sollte sich am internationalen Flüchtlingsschutz verantwortungsvoll und konsequent beteiligen und Flüchtlinge regelmäßig aufnehmen. Die rechtlichen Voraussetzungen dafür sind vorhanden und Platz für Flüchtlinge ist – in Zeiten funktionierender Abschottung und zurückgehender Zuzugszahlen – genug da.

Was ist die Save-me-Kampagne?

Die Idee von Save-me ist es, eine Bewegung von unten zu initiieren, aus den Städten und Gemeinden heraus. In lokalen Bündnissen werden die Themen Resettlement und Flüchtlingsschutz in die Öffentlichkeit getragen und eine möglichst breite gesellschaftliche Basis gewonnen. Kreativ und konkret wird für die Aufnahme von Flüchtlingen geworben – mit dem Ziel eines Bekenntnisses des Stadt- bzw. Gemeinderats zur Aufnahme von Flüchtlingen vor Ort.
Einige Initiativen haben dieses Etappenziel schon erreicht!
Sind viele Kommunen überzeugt, wird sich auch die Politik dem Thema nicht mehr verschließen. Ein positives Votum der Kommunen kann skeptische Bundes- und Landespolitiker mitreißen. Mit einer bundesweiten Save-me Kampagne können schließlich auch die Innenminister für dieses Anliegen gewonnen werden.

Wir rufen dazu auf, die save-me Kampagne bundesweit in vielen Städten und Gemeinden aufzugreifen. Auf dieser Homepage finden engagierte Menschen Anregungen und Werkzeuge, um in ihrer Kommune für ein Aufnahmeprogramm zu werben.

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